{"id":16849,"date":"2024-01-08T21:58:15","date_gmt":"2024-01-08T21:58:15","guid":{"rendered":"https:\/\/bavariafirefighting.com\/?p=16849"},"modified":"2026-02-11T21:59:32","modified_gmt":"2026-02-11T21:59:32","slug":"vier-tote-und-mehrere-schwerverletzte-bei-krankenhausbrand-in-uelzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bavariafirefighting.com\/de\/vier-tote-und-mehrere-schwerverletzte-bei-krankenhausbrand-in-uelzen\/","title":{"rendered":"Vier Tote und mehrere Schwerverletzte bei Krankenhausbrand in Uelzen"},"content":{"rendered":"<p>Vier Tote und mehrere Schwerverletzte bei Krankenhausbrand in Uelzen<\/p>\n<p>+++ NEU: Weitere Angaben der Polizei, Reaktionen von Uelzens B\u00fcrgermeister und nieders\u00e4chsischen Gesundheitsministerium, Stiftung Patientenschutz fordert Nachbesserungen beim Brandschutz in Kliniken +++<\/p>\n<p>L\u00fcneburg (AFP) &#8211; Bei einem Brand in einem Krankenhaus im nieders\u00e4chsischen Uelzen sind am Donnerstagabend vier Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei in L\u00fcneburg am Freitag weiter mitteilte, erlitt eine zun\u00e4chst nicht n\u00e4her bezifferte &#8222;einstellige Zahl&#8220; von Menschen schwere Verletzungen. Die Brandursache war zun\u00e4chst vollkommen unklar, die Beamten ermittelten nach eigenen Angaben &#8222;in alle Richtungen&#8220;.<\/p>\n<p>Einem Polizeisprecher zufolge handelte es sich bei allen vier Toten um Patienten. Genauere Angaben zu Alter oder Geschlecht machten die Beamten zun\u00e4chst noch nicht. Die Gesamtzahl der Verletzten und deren Einstufung in die verschiedenen Schweregrade stand demnach ebenfalls aufgrund der sich teilweise noch \u00e4ndernden Informationslage nicht abschlie\u00dfend fest.<\/p>\n<p>Nach Angaben des Sprechers ging die Polizei von einer &#8222;niedrigen bis mittleren Zahl von Verletzten&#8220; aus. Eine einstellige Anzahl davon galt dabei als schwerverletzt.<\/p>\n<p>Laut Polizei brach das Feuer am Donnerstagabend im dritten Obergeschoss eines Geb\u00e4udefl\u00fcgels des Klinikums Uelzen aus. Die Beamten berichteten von teils dramatischen Szenen. Es sei zu einer starken Rauchentwicklung gekommen.<\/p>\n<p>Beim Eintreffen der Rettungskr\u00e4fte seien Hilferufe zu h\u00f6ren gewesen. Die Feuerwehr habe umgehend Rettungsma\u00dfnahmen eingeleitet und gemeinsam mit der Polizei mehrere Menschen in Sicherheit gebracht, teilten die Einsatzkr\u00e4fte weiter mit.<\/p>\n<p>&#8222;Zur Brandursache l\u00e4sst sich derzeit noch nichts sagen&#8220;, sagte der Sprecher der Polizei. Ermittelt werde zun\u00e4chst &#8222;in alle Richtungen&#8220;. Inzwischen seien Brandermittler vor Ort gewesen. In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft sei dar\u00fcber hinaus auch ein Gutachten zur Brandursache in Auftrag gegeben worden.<\/p>\n<p>Uelzens B\u00fcrgermeister J\u00fcrgen Markwardt (SPD) und das Gesundheitsministerium in Hannover reagierten ersch\u00fcttert und dankten dem Klinikpersonal sowie den Einsatzkr\u00e4ften f\u00fcr ihre schnelle Reaktion. &#8222;Sie haben \u00fcberragende Arbeit geleistet, um Menschen in schwierigster und lebensbedrohlicher Situation zu helfen&#8220;, erkl\u00e4rte Markwardt. Gesundheitsstaatssekret\u00e4rin Christine Arbogast teilte mit, deren Eingreifen habe &#8222;mutma\u00dflich noch Schlimmeres verhindert&#8220;.<\/p>\n<p>Sowohl Markwardt als auch Arbogast sprachen den Hinterbliebenen der Toten ihr Mitgef\u00fchl aus. &#8222;Das ist ein tragisches, schockierendes Ereignis&#8220;, erkl\u00e4rte die Staatssekret\u00e4rin. Nun gelte es, das Ergebnis der Brandermittlungen abzuwarten.<\/p>\n<p>Die Deutsche Stiftung Patientenschutz sprach sich als Reaktion auf das Feuer f\u00fcr Nachbesserungen beim Brandschutz in Krankenh\u00e4usern aus. In jedem Patienten- und Personalzimmer m\u00fcssten &#8222;endlich&#8220; selbstst\u00e4ndige L\u00f6schanlagen gesetzlich vorgeschrieben werden, sagte Vorstand Eugen Brysch am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Diese Sprinkleranlagen reagierten automatisch auf W\u00e4rme und Rauch und w\u00fcrden dadurch Entstehungsbr\u00e4nde fr\u00fchzeitig bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Selbstst\u00e4ndige L\u00f6schanlagen k\u00f6nnten Ma\u00dfnahmen des vorbeugenden Brandschutzes sowie Brandmeldeanlagen erg\u00e4nzen, f\u00fcgte Brysch hinzu. Hier seien die Gesundheitsminister von Bund und L\u00e4ndern gefragt, verbindliche gesetzliche Bestimmungen zu erarbeiten. &#8222;Sogar M\u00f6belh\u00e4user und Lagerhallen verf\u00fcgen hierzulande \u00fcber einen besseren Brandschutz-Standard als Krankenh\u00e4user.&#8220;<\/p>\n<p>Der Betrieb des Krankenhauses war in Folge des Brandes beeintr\u00e4chtigt. F\u00fcr einen Zeitraum von zun\u00e4chst einer Woche w\u00fcrden keine neuen Patienten f\u00fcr planbare Behandlungen mehr aufgenommen, teilte die Klinik am Freitag mit. Auch in der Notaufnahme k\u00f6nnten keine Patienten mehr behandelt werden.<\/p>\n<p>Nach Angaben des nieders\u00e4chsischen Gesundheitsministeriums wurden die f\u00fcr jede Krankenh\u00e4user geltenden Notfallpl\u00e4ne aktiviert und Patienten im Bedarfsfall in andere Kliniken in der Region verlegt. Die Versorgung sei gesichert. Das Gesundheitsministerium stehe mit dem Krankenhaustr\u00e4ger und der Kommune in Kontakt, falls Unterst\u00fctzung notwendig sein sollte.<br \/>\nald\/bro\/hex<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vier Tote und mehrere Schwerverletzte bei Krankenhausbrand in Uelzen +++ NEU: Weitere Angaben der Polizei, Reaktionen von Uelzens B\u00fcrgermeister und nieders\u00e4chsischen Gesundheitsministerium, Stiftung Patientenschutz fordert Nachbesserungen beim Brandschutz in Kliniken +++ L\u00fcneburg (AFP) &#8211; Bei einem Brand in einem Krankenhaus im nieders\u00e4chsischen Uelzen sind am Donnerstagabend vier Menschen ums Leben gekommen. 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