{"id":16873,"date":"2022-08-29T22:19:45","date_gmt":"2022-08-29T22:19:45","guid":{"rendered":"https:\/\/bavariafirefighting.com\/?p=16873"},"modified":"2026-02-11T22:21:36","modified_gmt":"2026-02-11T22:21:36","slug":"deutschland-steuert-auf-rekordjahr-bei-waldbraenden-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bavariafirefighting.com\/de\/deutschland-steuert-auf-rekordjahr-bei-waldbraenden-zu\/","title":{"rendered":"Deutschland steuert auf Rekordjahr bei Waldbr\u00e4nden zu"},"content":{"rendered":"<p>Deutschland steuert auf Rekordjahr bei Waldbr\u00e4nden zu<\/p>\n<p>&#8211; Feuerwehrverband: Bereits fast 4300 Hektar verbrannt.<\/p>\n<p>Berlin (AFP) &#8211; Deutschland steuert auf ein Rekordjahr bei Waldbr\u00e4nden zu.<\/p>\n<p>In diesem Jahr verbrannten bereits fast 4300 Hektar Wald, wie der Deutsche Feuerwehrverband und der Waldeigent\u00fcmerverband am Freitag in Berlin erkl\u00e4rten.<\/p>\n<p>Das ist mehr als das F\u00fcnffache des j\u00e4hrlichen Durchschnittswerts. Der dadurch entstandene Holzschaden summiert sich demnach auf bis zu 40 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Feuerwehren und Waldeigent\u00fcmer forderten finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen wie den Waldumbau oder das Anlegen von Schneisen.<\/p>\n<p>Bereits 2019 waren mehr als 2700 Hektar Wald in Deutschland abgebrannt.<\/p>\n<p>Laut Statistik des Bundeslandwirtschaftsministeriums wurden im Jahr 1992 sogar rund 4900 Hektar durch Feuer zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>&#8222;Wir k\u00f6nnen uns weitere Waldbrandsommer dieser Art nicht leisten&#8220;, warnte Andreas Bittner, Pr\u00e4sident des Waldbesitzerverbands. Das Risiko k\u00f6nne durch gezielten Waldumbau und das Anlegen von weniger brandgef\u00e4hrdeten und klimaresistenteren Mischw\u00e4ldern deutlich reduziert werden.<\/p>\n<p>Dieser Aufwand sei allerdings nicht mehr in bisherigem Umfang aus den Holzerl\u00f6sen zu tragen. Der Verband sch\u00e4tzt die Kosten f\u00fcr den n\u00f6tigen Waldumbau auf bis zu 15.000 Euro je Hektar. Die Waldbesitzer k\u00f6nnten dies &#8222;allein nicht stemmen&#8220;, sagte Bittner.<\/p>\n<p>Auch die Feuerwehr sieht sich bei der Waldbrandbek\u00e4mpfung regional an der Belastungsgrenze und fordert mehr Pr\u00e4vention und Aufkl\u00e4rung. Rund 90 Prozent der Waldbr\u00e4nde gingen auf menschliches Fehlverhalten zur\u00fcck.<br \/>\n&#8222;Wir m\u00fcssen einfach den Menschen wieder beibringen, wie sie sich zu verhalten haben und was es bedeutet, wenn der deutsche Wald brennt&#8220;, sagte Karl-Heinz Banse, Pr\u00e4sident des Deutschen Feuerwehrverbands. Er forderte &#8222;zwingend ein Rauchverbot im Wald&#8220;.<\/p>\n<p>Als weitere Ma\u00dfnahmen nannte der Feuerwehrchef neue Technik wie leichtere und gel\u00e4ndeg\u00e4ngige L\u00f6schfahrzeuge, mehr Unterst\u00fctzung aus der Luft durch L\u00f6schhubschrauber, L\u00f6schwasserdepots in W\u00e4ldern, die Schaffung von baumfreien Schutzstreifen und ein besseres Totholzmanagement.<\/p>\n<p>Falsch verstandener Naturschutz k\u00f6nne dazu f\u00fchren, &#8222;dass eine Bek\u00e4mpfung von Br\u00e4nden unn\u00f6tig erschwert und verz\u00f6gert wird&#8220;, kritisierte Banse. So sei Totholz zwar wichtig f\u00fcr die R\u00fcckgabe von N\u00e4hrstoffen an den Waldboden und als R\u00fcckzugsraum f\u00fcr Insekten und Kleintiere. In besonders gef\u00e4hrdeten Gebieten sei jedoch auch in Naturschutzgebieten eine Beschr\u00e4nkung n\u00f6tig, um die Brandbek\u00e4mpfung effektiver zu machen.<\/p>\n<p>Zu viel Totholz beg\u00fcnstige die schnelle Brandausbreitung am und im Boden und verhindere eine direkte Brandbek\u00e4mpfung im Wald. &#8222;Totholz kann zur Versch\u00e4rfung eines Waldbrandes Beitragen&#8220;, warnte der Feuerwehrchef.<\/p>\n<p>hex\/cfm<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutschland steuert auf Rekordjahr bei Waldbr\u00e4nden zu &#8211; Feuerwehrverband: Bereits fast 4300 Hektar verbrannt. Berlin (AFP) &#8211; Deutschland steuert auf ein Rekordjahr bei Waldbr\u00e4nden zu. In diesem Jahr verbrannten bereits fast 4300 Hektar Wald, wie der Deutsche Feuerwehrverband und der Waldeigent\u00fcmerverband am Freitag in Berlin erkl\u00e4rten. Das ist mehr als das F\u00fcnffache des j\u00e4hrlichen Durchschnittswerts. 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